Genusswoche im Caravanpark Sexten

Urlaub vom 1.11. - 18.10 2010

 

Tourdaten:

Gesamt Kilometer: 2513 km
Gesamtfahrzeit: 42h
Verbrauch: 11,9l/100km Diesel

 

Am 1. Oktober ging es los zu unserer 2. Ausfahrt mit unserem neuen Wohnmobil. Diesmal sollte es nach Sexten in Südtirol gehen. Aufgrund der langen Lieferzeit unseres Mobils bekamen wir, sozusagen als kleine Entschädigung, einen Gutschein für eine Woche im Caravanpark Sexten von Concorde Reisemobile geschenkt.
Ich selbst hätte aufgrund des Reise-Kataloges dieses Ziel niemals angesteuert. Ein großer Fehler, wie sich dann herausstellte.
Wer hier nicht war, weiß nicht, was Luxuscamping zu moderaten Preisen bedeutet.

Am Freitag, wie immer kurz nach Feierabend ging es los. Da wir erst am Montag reserviert hatten, fuhren wir über Landstraße Richtung Lüneburg und dann weiter nach Goslar zu unserem ersten Halt. Heute wollten wir nur noch eine Kleinigkeit zur Nacht essen und dann ins Bett. Currywurst sollte es sein, natürlich mit Pommes Frites. Das frühere Kanzlerschnitzel rot-weiß.

Am nächsten morgen dann Frühstück mit frischen Brötchen und weiter Richtung Erfurt. Wir nutzten die Gelegenheit, um meinen Arbeitskollegen Marco Z. im wunderbaren Berga in Thüringen zu besuchen . Wir lernten seine Familie kennen und blieben auf einen Kaffee, bevor wir dann weiterfuhren nach Regensburg (diesmal Autobahn).

Regensburg
Abendstimmung in Regensburg

Wir fanden den Wohnmobilstellplatz "Parkplatz am Schifffahrtsamt" am Protzenweiher, der direkt an der Donau liegt und sehr ruhig ist.
Die Altstadt ist fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen. (fußläufig - tolles neues Wort!)


In einer urigen Gaststätte (Alte Linde) gab es diesmal (echtes) Braumeisterschnitzel mit Zwiebelsoße und Bratkartoffeln, dazu ein Kneitinger Bier (Dunkel für Gabi, Pils für mich). Ab 22 Uhr Schlafenszeit - ohne Fernsehen!)

Am 3. Oktober begingen wir den Tag der ??? - Upps, da haben wir uns kennengelernt vor 12 Jahren und ich natürlich kein Geschenk für meine Frau - außer einen lieben Mann.
Ich habe ein neues Portemonnaie bekommen, weil mir meines ja eine Woche zuvor in Wien gestohlen wurde.
Nach dem Frühstück ging es weiter zu den Rosenheim Cops. Das war aber nix, gefiel uns überhaupt nicht und wir fuhren weiter Richtung Sexten. Die Strecke ging über Kufstein und Felbertauern bis nach San Candido/Innichen. Zuvor habe ich es noch geschafft, die erste Schramme ins neue Wohnmobil zu fahren. Bei dem Versuch, eine enge Einfahrt zu einem Parkplatz zu nehmen, habe ich die von der Hecke verdeckten Betonpoller übersehen. Der Schaden hält sich aber in Grenzen und lässt sich mit Politur und einem Lackstift reparieren. Was lernt man daraus? Bei engen Platzverhältnissen erst mal aussteigen und gucken, ob nichts verdecktes hartes im Weg steht. Wir haben dann in einer Seitenstraße in Innichen übernachtet.

Am 4.10 waren dann nur noch etwa 15 km zu fahren bis zum Caravanpark in Sexten. Da wir aber früh dran waren und die Seitenstraße in Innichen auch nicht gerade zum Frühstücken einlud, fuhren wir zunächst an Sexten vorbei zum 5km entfernten Kreuzbergpass, wo wir frühstückten. Dann ging es aber zum Caravanpark Sexten.

Platz 188 Caravanpark Sexten
Da hatten wir uns bereits eingerichtet

Eine erste Besichtigung der Umgebung schon mit meinem neuen modischen Accessoir

Der Waldschrat
Man(n) trägt wieder Hut

Nach der ersten kleinen Runde haben wir den Platz erkundet. Da stach zunächst das Baumhaus ins Auge

Baumhaus
in diesem Baumhaus ist eine Sauna, Whirlpool, Kamin, Fernseher, gemütliche Sitzecke und kleine Küche untergebracht

Die Sanitäranlagen waren erste Sahne und für die Kinder hat man sogar ein eigenes Reich mit tiefergelegten Becken und entsprechender Deko geschaffen.

Kinderabteilung
man beachte die Deko an der Decke. Waschbeckenhöhe kindgerecht.

Abends haben wir dann den neuen COBB Grill ausprobiert mit Thüringer Würstchen. Man muss die Grillkohle doch etwa 5 Minuten brennen lassen, bevor man das Grillgut und den Deckel auflegt. Dann funktioniert das Ding gut.

Am Dienstag, es hatte die ganze Nacht geregnet, ging es zum Schuhmarkt auf dem Campingplatz und anschließend ins Schwimmbad.
Wow, einfach toll, so etwas haben wir noch nicht gesehen. 30° Wassertemperatur, das Becken mit runden, flachen Kieselsteinen ausgelegt, Whirlpools, Kneippanlage, Wasservorhang, Kamin im Zentralbereich - Klasse. Dann weiter in die Sauna.
Es gibt zich verschiedene Saunathemen, wie Heusauna, Aromasauna, Biosauna, finnische Sauna, Kaisergrotte, Türkisches Dampfbad, römisches Dampfbad, Nebeldusche, Whirlpool, Tauchbecken, Kamin. 
Muss man erlebt haben!!

Danach ging es zur Massage - bei mir Rücken.
Abends gab es Nudeln und dann haben wir Fernsehen geguckt.

Mittwoch gab es eine kurze Ausfahrt mit der Vespa nach Toblach zum Einkaufen. Leider waren wir etwas spät, so dass die anderen Geschäfte zum Glück schon geschlossen hatten. Der Nachmittag wurde dann mit Vespa putzen und lesen verbracht und dann wieder ins Schwimmbad.

Donnerstag wurde draußen gefrühstückt und anschließend ins Pragser Tal mit der Vespa.

Gabi am Pragser Wildsee
Eine Wandersfrau am Pragser Wildsee

Pragser Wildsee
Pragser Wildsee mit schöner Spiegelung

kleine Pause
Zwischendurch immer mal eine kleine Pause

Baum "Beschreibung"
Ein Liebespaar hat sich an einem Baum verewigt

Holzvespa
Holzvespa am Wegesrand

Gabi am Pragser Wildsee
Wetter gut, Aussicht gut, Alles gut

Herbstlaub
Die herbstliche Stimmung macht sich bereits bemerkbar

Pragser Wildsee
Auf der Wanderung, immer noch Pragser Wildsee

Mann im Wald
er hat sich auch gut gehalten bei dieser etwas größeren Tour um den See

Wanderer
Als nächstes verliert er wohl dann die Hose

Kirche am See
Kleine Kirche am Pragser Wildsee

Am Nachmittag gab es am Wohnmobil dann Apfelstrudel und Kaffee. Anschließend ein Algen Sahne Peeling und eine Rückenmassage im Wellnessbereich des CP.
Abends lösen wir unseren Abendessen Gutschein in der Taverne ein. Die Menü Auswahl ist etwas eingeschränkt, aber wir kommen trotzdem auf unsere Kosten. Wir lernen einen Schnaps vom Fohlenhof aus Meran kennen. Der war sehr gut und wenn wir einmal nach Meran kommen, werden wir uns den dort besorgen.

Freitag ist es mal nicht so schön, da der Nebel sich einfach nicht auflösen will. Also ist an diesem Tag mal entspannen mit einem Buch angesagt und am Nachmittag Richter Hold zum Kaffee. Zum Essen machen wir uns ein Wurst Stroganoff mit Reis.

Samstag mache ich eine Ausfahrt mit der Vespa zum Pragser Tal.

Pragser Tal
Schönes Wetter und gute Sicht

Weite Sicht
Hier in 2000 m Höhe auf der Plätzwiese hätte man sehr schön wandern können

Da das Wetter hier so schön ist, beschließe ich, Gabi abzuholen und mit der Seilbahn zur Rotwand raufzufahren

3 Schusterspitzen
Ebenfalls noch beste Aussichten auf die 3 Schusterspitzen

Gabi an der Rotwand
Pause

Rudis Hütte
Hier gibt es natürlich auch Apfelstrudel

Schatten der Seilbahn
Wenn man genau hinschaut, sieht man uns in der Seilbahn

Schneekanonen
Unten im Tal stehen schon die Schneekanonen bereit, um die Pisten zu präparieren

Am Abend gehen wir wieder in die Sauna und entspannen, danach gibt es mal eine italienische Pizza im Restaurant Taverne mit Rotwein dazu.

Die Woche läuft mit Riesenschritten. Am Sonntag lösen wir unseren Frühstücksgutschein ein und fahren danach mit der Vespa zur Talstation der Seilbahn zum Monte Elmo. Leider machen die jetzt 2 Stunden Mittag und wir nutzen das Angebot der kostenlosen Auffahrt zur Rotwand. Heute ist dort aber etwas bedeckt und wir nehmen daher ein Heißgetränk in Rudis Hütte. Am späten Nachmittag sind wir zurück zur Massage.  Ich bekam eine Honigmassage. Aber Achtung, das hört sich zwar toll an, aber ohne Schmerzen geht das nicht von der Hand. Nach einem kleinen Massage Vorgeplänkel wird der warme Honig aufgetragen. Aber dann geht es los. Ich weiß nicht was die Masseuse da macht, aber es fühlt sich an, als ob sie dort ein 10cm mal 20cm Tape aufklebt und dann wieder abreißt, das Ganze im Sekundentakt über mindestens 30 Minuten. Ich fürchtete, dass ich keine Haut mehr auf dem Rücken hätte. Als diese "Wohlfühl Maßnahme" dann zu Ende geht und der Schmerz abgeklungen war, fühlte man sich aber dann doch wie neu geboren.

Wer mehr zum Caravanpark Sexten wissen möchte, der klickt hier:   Caravanpark Sexten
Der Service ist übrigens allererste Klasse. Beispiel? Eine unserer 11 Kg Alu Gasflaschen war leer. Auf die Frage, ob man die hier evtl. tauschen könnte, sagte man mir, dass die Flasche sofort gebracht würde. Abrechnung später über die Platznummer.
Gesagt, getan, erledigt. (Wir sind immerhin in Italien)

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Die Gegend hier heißt ja 3 Zinnen, aber gesehen haben wir diese Berge bisher noch nicht. Da wir am Montag nun mit unserer Genusswoche zu Ende waren, wollten wir zur Heimreise unbedingt vorbei an den 3 Zinnen fahren.

Wohnmobil
da steht das Wohnmobil beim 3 Zinnenblick

Tre Cime di Lavaredo
Und das sind die 3 Zinnen Tre Cime di Lavaredo

 

Von hier ging es dann Richtung Salzburg, über Toblach, Spittal an der Drau, Katschberg und Obertauern.


Kurze Rast an der Drau

Almhüttendorf
Almhüttendorf am Katschberg (Klickst Du Bild!!)

 

Anhänger
Am Katschberg

Berggipfel
Nur noch die Gipfel werden von der Sonne erreicht

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Übernachtet haben wir in Salzburg auf dem Camping Nord SAM für 2 Nächte. Als Stadtplatz gar nicht schlecht. Man kommt mit Bus und Bahn schnell in die Altstadt. Mehr Info hier: http://www.camping-nord-sam.com

Platz
Salzburger Altstadt

Mozarts Kugel?
Die Erfindung der goldenen Schoko-Kugel (Balkenhol-Kugel am Kapitelplatz)

Balkenhol-Kugel am Kapitelplatz
mit ihrem Erfinder                     

 

Mühlrad
Mühlrad des Stadtbäckers  


Blick in die Stiftsbäckerei St. Peter

Das Hauptprodukt der Stiftsbäckerei ist Schwarzbrot aus Natursauerteig. Dieser wird schon am Vortag angesetzt und entwickelt das typische Aroma, das man beim Betreten der Bäckerei sofort riecht.

Von der Bäckerei ging es per Schrägbahn hinauf zur Festung, wo man einen herrlichen Ausblick über die Stadt hat

Salzburg
Blick von der Festung Hohensalzburg auf Salzburg

Festungsmuseum
in der Festung gibt es viele Dinge zu sehen

Majolica Ofen
Kachelofen mit Majolika Kacheln


Innenhof der Festung

Mozarts Geburtshaus
zurück in der Altstadt, überall die Spuren von Mozart

Kunstkopf
Hochschule für Kunst in Salzburg

Zwischendurch genehmigen wir uns in einem Kaffeehaus einen Apfelstrudel mit Kaffee und am Abend das Fiakergulasch und die Bauernplatte bevor wir mit runden Füßen zurück zum Wohnmobil kommen.

Mittwoch geht es dann weiter zum Brombachsee.

Brücke
Über die Salzachbrücke (von G. Eiffel) von Oberndorf bei Salzburg nach Laufen in Deutschland

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Brombachsee
Stellplatz Panorama in Spalt Enderndorf

Rotwein-Ensemble
bei herrlichem Wetter wird erst mal ein Fläschen Wein geöffnet


So lässt es sich doch aushalten, oder?

Auch hier am Brombachsee machen wir eine Wanderung zum See

Geflügel
Wildgänse und anderes Geflügel auf dem See


Abendstimmung am Brombachsee               

Und dann gab es ja noch die Pilzgeschichte. Gabi fotografierte während des Urlaubes eine ganze Menge verschiedener Pilze. Die Namen sind uns, bis auf einen, unbekannt. Die Dinger waren teilweise riesengroß und sahen auch furchterregend aus.

Hier eine kleine Auswahl:


Fliegenpilz - ganz klar. Hat einer schon von probiert

Pilz
Großer Pilz

Pilz
so ein schwarzer noch größerer Pilz (Pustertal)

Pilz
Pilz am Brombachsee

Pilz
noch ein Pilz

 

Am Freitag machten wir uns dann auf zum Concorde Reisemobilfreunde Treffen in Bad Salzungen. Nach einigen Umwegen kamen wir dort dann auch an und wurden herzlich aufgenommen.

Credo vorn links
Unser Mobil war mit das Kleinste der 40 Mobile, die sich hier trafen.  (Klickst Du Bild!!)

Die Organisatoren vom CRMF hatten echte Thüringer Bratwurst geordert, die der heimische Fleischer zubereitete. Wir erstanden einige CRMF Utensilien, wie Aufkleber, Kaffeetasse usw. um unsere Verbundenheit zu den Concorde Reisemobilfreunden zu zeigen.
Wir lernten auch einige Concorde Fahrer kennen, die wir auch schon im Forum des CRMF getroffen hatten und stellten fest, dass die Fahrer großer Mobile durchaus auch so Ihre Probleme haben -eben nur auf anderem Niveau. z.B. Braucht es die Standard Wischer oder die Buswischer, oder reichen 320 Liter Frischwasser oder sollten man lieber auf 480 Liter ausweichen.
Manche waren echt lustig und wir freuen uns schon, wenn wir den einen oder anderen wieder treffen.

Für uns war die Veranstaltung leider vorzeitig am Samstag zu Ende, weil Gabi nach Hause musste, um sich auf die Dinge, die da anstanden, vorzubereiten.

Ein 2-Wochen Urlaub neigte sich dem Ende zu, der gefühlt sicher wie 4-5 Wochen lang vorkam.

Unser Wohnmobil ist eine echte Schau und der Caravanpark Sexten hat uns nicht das letzte Mal gesehen.

Hoffentlich geht es bald wieder auf Tour. Geplant ist über Sylvester ein Kurzreise und noch das ein- oder andere Wochenende hier bei uns oben im Norden

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